DANKE ST. NIKOLAUS! DIE MESSE LEBT!

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Hedwig

Re: DANKE ST. NIKOLAUS! DIE MESSE LEBT!

Beitrag von Hedwig » So Feb 23, 2020 12:53 am

Patrick hat geschrieben:
Sa Feb 22, 2020 11:58 pm
....und dann auch noch diese Rituale, deren Bedeutung für Nichteingeweihte wohl ziemlich dunkel bleiben muss.....
Als ich nach dem Gottesdienst die Nikolauskirche wieder verließ, erklärte der Komponist und Dirigent der "Erdwärtsmesse", Peter Jan Marthé gerade einigen Messbesuchern auf seine ihm eigene, begeisternde Art einige dieser sogenannten "dunklen Vorgänge" rund um den Altar. Es war sehr erhellend und faszinierend zugleich. Da habe ich es sehr bedauert, dass es keine solche Erklärung als Vorbereitung für diesen Gottesdienst gegeben hat. Vielleicht wäre das eine Anregung für die Zukunft? Eine kleine Einführung in das Gesamtkonzept dieser Messe vorab. Die Besucher wären sicher nicht nur sehr dankbar dafür, sie könnten dann auch viel besser und intensiver dem folgen, was eine Messe so alles für uns bereithält.

Patrick

Re: DANKE ST. NIKOLAUS! DIE MESSE LEBT!

Beitrag von Patrick » Sa Feb 22, 2020 11:58 pm

Seit vergangenem Sonntag werde ich von seltsamen schizophrenen Gedanken geplagt. Für mich ist eine „Erdwärtsmesse“ (und das, was sie mit einem alles so machen kann) ja nichts Neues. Zu oft schon habe ich diese miterlebt und mich von ihr in eine „andere Dimension“ katapultieren lassen. Aber diesmal erlebte ich in St. Nikolaus während des Gottesdienstes einen nahezu peinlichen „Einschuss“.
Ist das alles vielleicht nur ein Faschingsscherz, was da gerade in der Kirche abgeht? Welcher normale Mensch würde freiwillig in bunte, ziemlich antik wirkende Kleidungsstücke schlüpfen, die eher einer verstaubten Theateraufführung zu entstammen scheinen – wie eben die Akteure am Altar, außer es ist Fasching? Und dann auch noch diese Rituale, deren Bedeutung für Nichteingeweihte wohl ziemlich dunkel bleiben muss. Einmal abgesehen von den Gesängen und Liedern, die mit denen der Top-Pop-Charts verdammt wenig gemein haben.
Und trotz alldem ist die Kirche bis auf den letzten Platz voll? Und das ausgerechnet gerade nicht von traditionellen Kirchgehern, wie danach zu vernehmen war, sondern ganz im Gegenteil von denen, die sich selbst zum „abhandengekommenen Gottesvolk“ zählen, um die sich die Kirche nicht schert, wie sie sagen. Ausgerechnet die besuchen nun einen Gottesdienst, der nicht die dem „Zeitgeist“ geschuldeten Klischees bedient, um jeden Preis „modern“ und „nah dran an der Lebenswirklichkeit der Menschen“ sein zu wollen, sondern vielmehr dem Gegenteil vertraut.
Dagegen wird hier von den Architekten dieses Gottesdienstes ganz bewusst eine krasse Gegenwelt aufgebaut. Eine Gegenwelt, die sich gewaschen hat, die wie eine Fata Morgana aufblitzt und uns für eine kurze Zeit aus dem Tiefschlaf unserer alltäglichen Bodenhaftung aufscheucht und wir sodann mit einer großen Sehnsucht zurückbleiben, dass es da unendlich mehr geben muss, als es uns rund um die Uhr vorgegaukelt wird.
Ja, da muss es noch unendlich mehr geben, mit dieser Zuversicht habe ich diese wundervolle Kirche nach einem in jeder Hinsicht ungewöhnlichen Gottesdienst wieder verlassen. Wenn ich auch höchstwahrscheinlich die zwiespältigen Gefühle nicht so schnell wieder loswerde.

Franz & Angelika

Re: DANKE ST. NIKOLAUS! DIE MESSE LEBT!

Beitrag von Franz & Angelika » Sa Feb 22, 2020 6:31 pm

Wir waren mit Freunden vergangenen Sonntag auch in St. Nikolaus! Allerhöchstes Kompliment! Eine wunderschöne Kirche, ein beeindruckender Chor, ein tolles, mitreißendes Orgelspiel und obendrauf eine außergewöhnliche Messkomposition! Nicht zu vergessen die Predigt, die zu Herzen ging!

Erwin

Re: DANKE ST. NIKOLAUS! DIE MESSE LEBT!

Beitrag von Erwin » Fr Feb 21, 2020 9:28 am

Ich kenne und schätze Peter Jan Marthe´ seit 25 Jahren und habe die Entwicklung der „Erdwärtsmesse“ bis hin zur „ Neuen Erdwärtsmesse“ mitverfolgen können. Die Intension, den Gottesdienst im besten Sinne als Gesamtkunstwerk zu verstehen, war am Sonntag in St. Nikolaus klar zu sehen und zu spüren. Gesamtkunstwerk vor allem, was die Einheit von Priester (Texte, Evangelium, Predigt), Musik (Gesänge, Liedtexte, Orgel) und mitfeierndem Gottesvolk betrifft. Dazu gehören aber auch die sehr schöne St. Nikolauskirche mit ihren herrlichen Fenstern, die die Kirche durch die wechselnde Sonneneinstrahlung zu einem mystischen Raum werden ließen und der Willkommensgruß durch die Kirchenglocken vor dem Gottesdienst. Nach anfänglichem „Aufwärmen“ - vielleicht auch ein wenig Neugier vor dem Neuen - wurde ich durch die Stimmigkeit des Gesamten, die man nicht gut beschreiben kann, sondern die man erleben und spüren muss, sogleich mitgenommen, berührt, ergriffen und tief bewegt. Danke an alle, die es geschafft haben, diese Hl. Messe zu einem großartigen, die Seele berührenden Erlebnis werden zu lassen.

Peter Jan Marthé

Exklusiv! Predigt von Bischofsvikar Jakob Bürgler

Beitrag von Peter Jan Marthé » Fr Feb 21, 2020 1:46 am

Nach der wunderbaren Predigt, die Bischofsvikar Jakob Bürgler anlässlich der Feier der "Neuen Erdwärtsmesse" am Sonntag, den 16. Februar in der St. Nikolauskirche in Innsbruck gehalten hat, bestand eine große Nachfrage. Ich danke deshalb Herrn Bischofsvikar Jakob Bürgler für seine Bereitschaft, den Predigt-Text hier auf dieser Website exklusiv veröffentlichen zu dürfen.
Peter Jan Marthé


Jakob Bürgler

Neue Erdwärtsmesse
Sonntag, 16. Februar 2020 / St. Nikolaus, Innsbruck
1 Kor 2,6-10 / Joh 4,7-15

Der Brunnen als Bild. Als existentielles Bild. Der Brunnen ist ein Ort, wo wir uns hinsetzen können, uns ausrasten, neue Kraft schöpfen. Er ist eine Quelle der Kraft. So einen Brunnen hat eigentlich jeder Mensch. Nicht im wörtlichen Sinn vielleicht, aber im bildlichen Sinn. Einen Ort, wo wir neue Kraft finden. Das kann meine Familie sein, mein Zimmer, in das ich mich manchmal ganz allein zurückziehen kann, mein Bett, Musik, die ich gerne höre. Meine Freunde können so ein Brunnen sein. Vielleicht auch der Gottesdienst.
Spannend ist, was sich zwischen Jesus und der Frau tut. Die beiden beginnen zu reden. Über den Durst. Weil es heiß ist und weil der Körper ausgetrocknet ist. Auf einmal aber reden sie über einen anderen Durst, einen viel tieferen Durst, den Durst der Seele. Die Frau braucht nicht nur gutes Wasser, das sie leben und überleben lässt. Sie braucht auch etwas, das ihr Herz und ihre Seele nähren kann. Sie hat einen Durst nach mehr!
Und da ist sie nicht allein. Jeder Mensch kennt in sich diesen Durst nach mehr. Den Durst nach etwas, das das Herz und die Seele nähren kann. Wir haben Durst nach Anerkennung, nach Freundschaft, nach tiefer Freude, nach guter und tragender Gemeinschaft, nach Glück, nach Gesundheit, nach Zufriedenheit. Und noch vieles mehr. Man könnte sagen: Jesus führt die Frau am Brunnen – und uns – vom äußeren Durst zum inneren Durst.

Wie diesem Durst auf die Spur kommen? Und wie diesen Durst stillen? Als glaubende Menschen dürfen wir uns glücklich schätzen. Wir kennen eine Quelle, an der wir trinken können. Eine Quelle für den inneren Durst, für den Durst nach ‚mehr im Leben’. Jesus sagt, dass er selber diese Quelle ist, dass jeder, der zu ihm kommt, bei ihm frischer und lebendiger wird.
Eine starke Behauptung, würde ich einmal sagen. Ist es denn wirklich so? Empfinden und erfahren das die Menschen heute so?

Wie hinfinden zur Quelle mit dem Namen Jesus? Und damit verbunden die Frage: Ist die zentrale Feier des Glaubens, die Messe, eine Quelle? Können wir in dieser Feier wirklich zum Quellwasser Jesu vordringen? Eine spannende Frage, die mich umtreibt. Es ist gut, sich immer neu darüber Gedanken zu machen. Wie kann die Messe das sein, was sie zu sein behauptet? Quelle und Höhepunkt. Wie kann die Messe ein Brunnen sein, an dem wir das frische Lebenswasser Jesu trinken können?
Vor kurzem ist mir ein Zitat von Peter Handke in die Hände gefallen. Er hat einmal in einem Interview gesagt: „Wenn ich die Worte der Heiligen Schrift höre, die Lesung, die Apostelbriefe, die Evangelien, die Wandlung miterlebe, die Kommunion und den Segen am Schluss, Gehet hin in Frieden! Dann denke ich, dass ich an den Gottesdienst glaube. Ich weiß nicht, ob ich an Gott glaube, aber an den Gottesdienst glaube ich.“ Und in seinem Werk „Der große Fall“ erzählt er von einem Schauspieler, der suchend durch das Land irrt. Die Sehnsucht nach mehr treibt ihn an. Selbst wenn alle Bedürfnisse befriedigt sind, gibt es im Menschen etwas, das darüber hinaus eine gewisse Unruhe und Sehnsucht freisetzt. Der umherirrende Schauspieler kommt an einer Kirche vorbei. Er besucht einen Gottesdienst. Er ist berührt von dem, was da passiert. Er spürt in sich eine tiefe Freude, die sich von den Freuden des Alltags unterscheidet.

Die neue Erdwärtsmesse versucht hier, einen Weg zu beschreiten. Diese tiefe Wirklichkeit neu zu erschließen. Durch das bewusste Überschreiten der Schwelle mit dem Klopfen an der Tür zu Beginn. Wir betreten einen heiligen Raum. Durch das behutsame Durchschreiten der acht Räume. Immer tiefer soll in das Mysterium der Eucharistie eingetaucht werden. Durch das Ziel, feiernd die heilende Begegnung mit Gott erfahrbar und spürbar zu machen.
Was mich persönlich besonders berührt: Die intensive Bitte, ja das Flehen um den Heiligen Geist. Die Epiklese. Nur der Geist Gottes ist es, der die tiefe Kraft eines Rituals lebendig machen und spüren lassen kann. Und die innige Bitte um das Kommen des Herrn. Maranatha! Komm Herr Jesus! Wenn Jesus die Quelle ist, dann geht das nur, wenn er da ist, wenn er kommt, wenn eine Beziehung zu ihm wächst.
Paulus schreibt davon, in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth. Wir haben daraus in der Lesung gehört: „Vielmehr verkündigen wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes……wir verkündigen, wie es in der Schrift steht, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Herz gedrungen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“ (1 Kor 2,7.9)

Und so gehen wir jetzt zur Quelle und danken Gott dafür und trinken daraus, damit wir mit Freude und Vertrauen und mit neuer Kraft und Lebendigkeit wieder hinaus in das alltägliche Leben gehen können.

Abelard

Re: DANKE ST. NIKOLAUS! DIE MESSE LEBT!

Beitrag von Abelard » Do Feb 20, 2020 5:21 pm

Man hat ja über diese sogenannte „Erdwärtsmesse“ schon einiges gehört. Gutes wie Böses. Als Theologe ist man naturgemäß etwas zurückhaltender, was einerseits spontane Begeisterungsergüsse betrifft, die hier so durch die Website geistern. Andererseits macht es auch wieder hellhörig, wenn sich Kollegen gelegentlich heftig das Maul zerreißen, wie „völlig überschätzt“ diese „Erdwärtsmesse“ in Wahrheit wäre. Ob das auf purem Neid gründet – St. Nikolaus war ja im Gegensatz zu den meisten unserer Gottesdienste rappelvoll! – bzw. ob sie sich jemals der Mühe unterzogen haben, „das Ding“ einem persönlichen Augenschein zu unterziehen, entzieht sich meiner Kenntnis.
Eine „himmlische Messe für das abhandengekommene Gottesvolk“? Ein ganz schön dreister Anspruch der „Macher“. Kurz und gut, ich wollte es also genau wissen.
Was ich dann am vergangenen Sonntag in St. Nikolaus zu hören, zu sehen, ja zu erleben bekam, war mehr als beeindruckend.
Dass sich hier eine Ergriffenheit, eine in unseren „normalen“ Messen kaum denkbare Konzentration und auch eine in unserer Zeit ziemlich rar gewordene Andacht (!) im ganzen Kirchenraum ausbreitete, trotzdem diese Messe sage und schreibe eindreiviertel Stunden dauerte, sagt eigentlich schon sehr viel über die außerordentliche Qualität dieses Unterfangens aus. Als Insider der Branche musste ich also wohl oder übel zur Kenntnis nehmen, dass in dieser sogenannten „Erdwärtsmesse“ die Uhren anders ticken.
Nur inwiefern ticken da die Uhren anders? Ich kann mir den unbestreitbaren Erfolg dieser „Erdwärtsmesse“ nur dadurch erklären, dass sich die „Macher“ vielleicht instinktiv, vielleicht auch nicht auf die konsequente Umsetzung einer zentralen jesuanischen Forderung verlassen haben: nicht der Mensch ist für die Messe da, sondern die Messe für den Menschen (wenngleich auch in der Bibel anstelle von „Messe“ „Sabbath“ steht, Auswirkung und Folgen daraus bleiben dieselben).
Alles, was diese „Erdwärtsmesse“ so einzigartig macht, ihre tiefberührenden Gesänge, Preislieder, Hymnen und tanzenden „Hallelujas“, ihre beinahe hemmungslose liturgische Prachtentfaltung (die Achtundsechziger-Generation unter den Kollegen muss dabei ja echt Herzattacken bekommen!), ja auch die zum Teil uralten, wieder ausgegrabenen Rituale wie das in die Knochen fahrende Hämmern an das geschlossene Hauptportal – all das ist eben diesem jesuanischen Geist geschuldet: mit weit ausgebreiteten Armen, unprätentiös, mit großer Freude und Begeisterung, unbefangen und ganz undogmatisch auf die Menschen eben in Form einer wiederauferstandenen Messe zuzugehen.
Das leider durch unsere eigene Schuld abhandengekommene Gottesvolk hat das sehr wohl verstanden und wäre auch bereit, wieder zurückzukommen, wie St. Nikolaus vergangenen Sonntag auf beeindruckende Weise deutlich gemacht hat. Etwas das uns Theologen, Priestern, Pfarrern, Seelsorgern, Liturgie-Machern sehr zu denken geben sollte.

Walburga

Re: DANKE ST. NIKOLAUS! DIE MESSE LEBT!

Beitrag von Walburga » Mi Feb 19, 2020 3:36 pm

Eine Messe für das abhandengekommene Gottesvolk??? Da habe ich mich sogleich ganz persönlich eingeladen und motiviert gefühlt! Es war wunderbar, ergreifend, erhebend! Der Himmel ist aufgegangen, die Engel haben gesungen und musiziert, die so schönen Fenster haben himmlisches Licht verströmt! Davon werde ich sicher noch Monate zehren! Eine wunderbare Predigt! Ganz besonders hat mich auch das Geläute der Nikolauskirche berührt. Es hat mich so schön begleitet und auf die Messe eingestimmt schon als ich den Innsteg überquerte! Wie schön und nachhaltig kann so ein Sonntagvormittag doch sein!!! Dank an alle, die uns das ermöglichen!

Francesca

Re: DANKE ST. NIKOLAUS! DIE MESSE LEBT!

Beitrag von Francesca » Mi Feb 19, 2020 2:06 pm

Ich lebe noch nicht lange in St. Nikolaus. Gleich nach meinem Umzug wollte ich einen Gottesdienst dortselbst besuchen, da es mir diese ganz besondere Kirche angetan hat. Aber was ich da vorfand, war eher triste. Kaum mehr als dreißig Messbesucher. Da auch noch die Messgestaltung selbst sich eher in recht bescheidenen Grenzen hielt und bei mir alles andere als eine "Erhebung" hervorgerufen hat (ich drohte daraufhin eher in Depressionen zu fallen), brach ich meine spirituellen Annäherungsversuche schnell wieder ab. Von nun an zählte ich auch, wie ich jetzt weiß, zum "abhandengekommenen Gottesvolk" (Danke dafür, Fritz, dass du dass so deutlich auf den Punkt gebracht hast!).
Umso überraschter war dann über diese echt tolle Initiative "Himmlische Messe für das abhandengekommene Gottesvolk". Da ist kein Auge trocken und keine Sehnsucht unerfüllt geblieben.
Hallo, ihr St. Nikoläuser, verwandelt doch eure so traurig leere Kirche in eine "Kirche für das abhandengekommene Gottesvolk"! Was sich dann abspielt, habt ihr ja vergangenen Sonntag gesehen! :D

Evamaria

Re: DANKE ST. NIKOLAUS! DIE MESSE LEBT!

Beitrag von Evamaria » Mi Feb 19, 2020 12:30 pm

Fritz hat geschrieben:
Mi Feb 19, 2020 10:50 am
.......Ich kann mich nicht erinnern, dass in einer Kirche jemals eine Messe für das "abhandengekommene Gottesvolk" angeboten worden wäre! Ich bin schon lange Teil dieses abhandengekommenen Gottesvolkes. Aber um uns schert sich ja niemand!...
Danke, Fritz, für diesen deinen Hinweis auf das vernachlässigte, abhandengekommene Gottesvolk! Auch ich zähle mich dazu :D! Als ich das in der Zeitung gelesen habe, war klar: da musste hin! Ich habe es nicht bereut. Neben vielem anderen hat mich das Orgelspiel sehr ergriffen. Bis jetzt war für mich die Orgel immer das Synonym für die Kirche: langweilig dahindudelnd und fad! Entweder haben die in St. Nikolaus ein so tolles Instrument, oder der Mann an den Tasten versteht volle sein Geschäft, oder aber beides? :lol:

Fritz

Re: DANKE ST. NIKOLAUS! DIE MESSE LEBT!

Beitrag von Fritz » Mi Feb 19, 2020 10:50 am

:lol: :lol: :lol: :lol: Ich kann mich nicht erinnern, dass in einer Kirche jemals eine Messe für das "abhandengekommene Gottesvolk" angeboten worden wäre! Ich bin schon lange Teil dieses abhandengekommenen Gottesvolkes. Aber um uns schert sich ja niemand! Diesen Eindruck muss man haben, wenn man auf üblichen kirchlichen Angebote guckt.
Eine solche Einladung konnte ich allerdings nicht ausschlagen. Ich hab auch gleich noch mehrere "Abhandengekommene" nach St. Nikolaus mitgeschleppt. Und wir sind nicht enttäuscht worden. Ganz im Gegenteil! Es war überwältigend! Dass soviele geweint haben, hat mir mächtig zu schaffen gemacht. Fast hätte auch ich nicht die Perlen in den Augen zurückhalten können.
Ist das eine Initiative der Pfarre St. Nikolaus? Gibt's da eine Fortsetzung? Mann, ist diese Kirche schön! Ich und meine Kumpels würden sofort wiederkommen. Dieses Ding hat echt Zukunft. Das Problem: eure Kirche wird bald zu klein werden! Da gibt es nämlich noch jede Menge Abhandengekommener, die von diesem Ding nur noch nichts wissen! :lol:

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